Empfohlene Anleitung zur Montage der Kunststofffenster und -türen

Empfohlene Anleitung zur Montage von Kunststofffenstern und Türen

Nachfolgend erfahren Sie übersichtlich und Schritt für Schritt, wie Sie beim Ausbau des alten sowie beim Einbau des neuen Fensters vorgehen. Wir möchten darauf hinweisen, dass der folgende Text keine rechtsverbindliche Montageanweisung, sondern eine bewährte allgemeine Empfehlung darstellt.

Bitte beachten Sie, dass sich die genauen Montageverfahren – insbesondere im Hinblick auf die fachgerechte RAL Montage Fenster – je nach Art der Öffnungsfüllung, der Beschaffenheit der Fenster Leibung und dem Zustand des Mauerwerks unterscheiden können. Eine von dieser Anleitung abweichende Vorgehensweise ist nicht zwingend fehlerhaft und stellt keinen automatischen Reklamationsgrund dar.

Die hier dargestellte Anleitung zur Fenstermontage ist geistiges Eigentum der TT HOLDING, a.s. und darf ohne vorherige schriftliche Zustimmung weder kopiert noch vervielfältigt werden.

DEMONTAGE DES ALTEN FENSTERS

  1. Abdeckung mit Folien
  2. Entfernung des alten Holzrahmens
  3. Vorbereitung der Öffnung
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1. Abdeckung mit Folien

Der Austausch eines alten Fensters gegen ein neues erfolgt bei Gebäuden oder Wohnungen meist vom Rauminneren aus. Dadurch wird die Außenfassade nicht beschädigt, deren Reparatur immer aufwendiger ist als die des Innenputzes. Für den Fensterwechsel muss zunächst der Innenraum vorbereitet werden. Der Bereich um das Fenster herum und davor muss frei zugänglich sein (optimal sind 1-2 m Platz vor der Fensteröffnung). Denken Sie auch an freie Zugangswege, da die Fenster auch ins Zimmer hineingetragen werden müssen.

Weiter empfehlen wir, Teppiche zusammenzurollen und Fußboden, Heizkörper und Möbel abzudecken. Zur Abdeckung eignen sich am besten dickere, mit Klebeband fixierte Polyethylenfolien. Diese dickeren Folien widerstehen auch einer stärkeren mechanischen Belastung und einem etwaigen Durchtreten besser als leichte PE-HD-Folien. Für den Fußboden empfehlen wir die zusätzliche Abdeckung mit hartem Karton.

Abdecken der Möbel vor dem Fensteraustausch
 Ausbau des ursprünglichen Rahmens

2. Entfernung des alten Holzrahmens

Ehe Sie mit der Fenstermontage beginnen, empfehlen wir, die Bauöffnung und das neue Fenster nachzumessen, um sicherzugehen, dass es zu keinem Fehler in der Produktion oder keiner Verwechslung beim Versand gekommen ist, damit das neue Fenster nach dem Ausbau des alten Fensters sofort eingebaut werden kann.

Beim Ausbau hängen Sie zuerst die Flügel des alten Fensters aus. Lösen Sie dann mithilfe von Hammer und Meißel die Innenfensterbank. Die Verbindung der Innenfensterbank mit dem Mauerwerk auf der linken und rechten Seite wird durch Ausstemmen des Mauerwerkes gelöst, und zwar in einer schonenden Art und Weise, um eine Beschädigung der Innenlaibung, die mit der Reparatur nach dem Einbau notwendige Arbeit sowie die damit verbundenen Kosten möglichst zu minimieren. Das außenseitige Fensterbankblech lösen Sie, sofern es im Rahmen befestigt ist, ebenfalls mit einem Meißel, das Ankerelement entfernen Sie mit einer Zange. Dann durchtrennen Sie den alten Fensterrahmen an einigen Stellen und entfernen Sie ihn mithilfe einer Brechstange.

3. Vorbereitung der Fensteröffnung

Noch bevor Sie den neuen Rahmen in die Fensteröffnung einsetzen, muss die Fenster Leibung gründlich gereinigt werden. Das heißt, heruntergefallener Putz und Schutt müssen beseitigt, lockere Putzteile entfernt und größere Unebenheiten ausgeglichen werden, um eine saubere Basis für die spätere Abdichtung zu schaffen.

NEUE FENSTER EINBAUEN

  1. Aushängen des Fensterflügels aus dem Rahmen
  2. Vorbereitung des Fensterrahmens
  3. Einsetzen und Ausgleichen des Rahmens
  4. Verankerung & RAL-Abdichtung (innen/außen)
  5. Dämmebene (Auffüllen mit Montageschaum)
  6. Die Fensterbankmontage
  7. Maurerarbeiten
  8. Reinigung, Einsetzen der Abdeckungen, Zubehör

1. Aushängen des Flügels aus dem Rahmen

Ehe Sie mit dem Fenstereinbau beginnen, hängen Sie den Fensterflügel aus dem Rahmen aus. Das Aushängen erfolgt, indem Sie die obere Abdeckung auf der Ecklagerseite abklappen und den Bolzen nach oben herausziehen. Nach dem Herausziehen des Bolzens lässt sich der Flügel lösen – bringen Sie den Flügel mithilfe der Klinke in die Stellung „geöffnet“, und ziehen Sie ihn nach oben aus dem unteren Ecklager. Falls Sie in einem Raum mehrere Fenster haben, empfehlen wir, Flügel und Rahmen zu nummerieren. So vermeiden Sie beim Einsetzen eine Verwechslung ähnlicher Flügel.

Fenstereinbau - Vermessen der Fenster
Fenstereinbau mit Hilfe von Turboschrauben

2. Vorbereitung des Fensterrahmens

Falls Sie sich für eine Montage mit Fensterrahmenschrauben (Turboschrauben) entschieden haben, müssen Sie den Fensterrahmen vorbohren (mit einem Edelstahl- oder Stahlbohrer, Ø 7 mm). Der Bohrer muss den Kunststoffrahmen und die innenliegende Stahlarmierung durchdringen. Die Löcher bohren Sie senkrecht. Die Anzahl der Ankerpunkte hängt von der Fenstergröße ab (Abstand zueinander max. 700 mm, Abstand von den Ecken 100-150 mm). Arbeiten Sie hingegen mit Fensterrahmenlaschen (Pratzen), entfällt dieser Arbeitsschritt.

3. Einsetzen und Ausgleichen des Rahmens

Wenn Rahmen und Öffnung vorbereitet sind, setzen Sie den Rahmen (ohne Flügel) in die Öffnung ein. Der Rahmen sollte auf beiden Seiten gleich weit herausragen. Richten Sie ihn mithilfe einer Richtwaage strikt horizontal und vertikal aus. Fixieren Sie den Rahmen anschließend mit Trag- und Distanzklötzen. Wichtig: Lassen Sie unten genügend Platz für den späteren Einbau der Außenfensterbank samt Isolierung.

Einsetzen des Fensterrahmens
Verankerung des Fensterrahmens

4. Verankerung & äußere Abdichtung (RAL)

Verankern Sie nun den ausgerichteten Rahmen fest im Mauerwerk. Dies geschieht entweder durch das Einschrauben von Fensterrahmenschrauben (Turboschrauben) durch den vorgebohrten Rahmen direkt ins Mauerwerk (Mindestverankerungstiefe: 30-60 mm) oder durch das Anschrauben der vorher angebrachten Fensterrahmenlaschen. Ziehen Sie die Schrauben nicht zu stark an, um den Rahmen nicht zu verziehen.

Haben Sie sich für eine normgerechte RAL Montage entschieden, erfolgt nun der Abschluss der äußeren Ebene (Wetterschutz). Diese muss schlagregendicht und winddicht sein. Kleben Sie das äußere, dampfdiffusionsoffene Dichtband fachgerecht an die äußere Fensterleibung, sodass eventuelle Feuchtigkeit aus der Fuge nach außen verdunsten kann.

5. Dämmebene ausschäumen und innere RAL-Abdichtung abschließen

Die mittlere Ebene (Funktionsebene) dient der Wärme- und Schalldämmung. Füllen Sie den Spalt zwischen Fensterrahmen und Laibung vorsichtig mit Montageschaum (PU-Schaum) aus. Sprühen Sie den Schaum von unten nach oben. Füllen Sie die Fuge nur zu etwa zwei Dritteln, da der Schaum nachquillt. Nach dem Aushärten entfernen Sie die Keile und schäumen die verbliebenen Löcher nach.

Im Sinne der RAL Montage Fenster folgt nun der Abschluss der inneren Ebene. Diese muss zwingend luft- und dampfdiffusionsdicht sein. Kleben Sie das raumseitige Fensterdichtband sauber und lückenlos an die innere Fenster Leibung. So verhindern Sie, dass feuchte Raumluft in die Dämmebene (den Schaum) eingeht und dort kondensiert.

Fenster Montage - Ausschäumen mit Montageschaum
Einbau der Außenfensterbänke

6. Die Fensterbankmontage

Die Innenfensterbank sollte eng am Fensterbankanschlussprofil anliegen (das sich unter der unteren Rahmenkante befindet). Die Außenfensterbank wird in die vorgesehene Rille im unteren Teil des Rahmenprofils eingeschoben und mit Schrauben fixiert. Beachten Sie das nötige Gefälle (innen ca. 2-4 Grad, außen ca. 7 Grad), damit Wasser abfließen kann. Dichten Sie die Anschlüsse zur Laibung mit Acryl ab, die Übergänge zum Fensterrahmen mit Silikon.

7. Maurerarbeiten

Nach Verankerung und Abdichtung können Sie den Fensterflügel wieder einhängen (Klinke horizontal halten, Ecklager aufsetzen, andrücken, Bolzen einstecken, Klinke schließen). Nun folgen die Maurer- und Verputzarbeiten an der Laibung. Um Risse zu vermeiden und saubere Abschlüsse zu erzielen, empfehlen wir die Nutzung von Anputzleisten (APU-Leisten), die zudem kleine Dehnungsfugen ermöglichen.

Einputzen der Fenster
Reinigung der eingebauten Fenster

8. Reinigung, Einsetzen der Abdeckungen, Zubehör

Entfernen Sie die Schutzfolien von den Fensterrahmen (spätestens nach 2 Monaten, um ein Einbrennen durch UV-Licht zu vermeiden). Reinigen Sie die Profile und pflegen Sie, ob sich der Flügel reibungslos öffnen und schließen lässt. Falls es hakt, können Sie das Fenster ganz einfach nachjustieren (siehe unsere Einstellungsanleitung). Bringen Sie abschließend die Abdeckkappen auf den Beschlägen an und montieren Sie gewünschtes Zubehör wie Jalousien oder Insektenschutzgitter.

Entscheidungshilfe: Fenster selbst einbauen oder Firma beauftragen?

Viele Bauherren stehen vor der Frage, ob sie die Fenster Montage Fenster für Fenster in Eigenregie durchführen oder einen Fachbetrieb beauftragen sollten. Da der fachgerechte Einbau entscheidend für die spätere Energieeffizienz ist, sollten die Vor- und Nachteile genau abgewogen werden.

Die Fenstermontage in Eigenregie (Selbsteinbau):

Der größte Pluspunkt liegt ganz klar in der Ersparnis: Wenn Sie den Einbau selbst übernehmen, reduzieren Sie die Gesamtkosten Ihres Bauvorhabens spürbar, da keine teuren Handwerkerstunden anfallen. Zudem sind Sie zeitlich absolut flexibel und müssen nicht auf freie Termine von Montagefirmen warten. Allerdings erfordert der Selbsteinbau handwerkliches Geschick, das passende Werkzeug und zwingend helfende Hände, da Fensterelemente sehr schwer sind. Zudem tragen Sie das Risiko für eventuelle Montagefehler selbst.

Die Beauftragung einer Montagefirma:

Ein Fachbetrieb bietet Ihnen maximalen Komfort und Sicherheit. Die Das Einbauteam kennt die aktuellen Richtlinien zur RAL Montage Fenster genau, bringt das nötige Spezialwerkzeug mit und haftet für die Ausführung. Dem gegenüber stehen jedoch die deutlich höheren Investitionskosten und die oft langen Vorlaufzeiten bei den Handwerksbetrieben.

Unser Fazit: Mit etwas handwerklichem Geschick und einer guten Vorbereitung ist der Selbsteinbau absolut machbar. In unserem Online-Shop finden Sie dafür das komplette, praxiserprobte Montagematerial – von der Turboschraube bis zum RAL-zertifizierten Dichtband.